#MitRespekt - was in der politischen Debatte derzeit fehlt
#Langenhagen_bewegt ... mit so unglaublich viel Engagement in der Verwaltung und mit großartiger Unterstützung der vielen, vielen Ehrenamtlichen tolle Themen, Projekte und Aktionen. Eines davon ist das Format #mitrespekt, welches in dem kleinen Video, was ich hier teile, durch Nele Kießling "angeteasert"
wird.
Gerade vor dem Hintergrund lese ich auf facebook mit zunehmender Besorgnis respektlose Beiträge, die mit unbewiesenen #Unterstellungen und haltlosen #Behauptungen versuchen Menschen abzuwerten oder deren Leistungen klein zu reden.
#UmWasGehtEs
In einem konkreten Beispiel wird ein politischer Vorstoß für einen kostenlosen Transport zu den Impfzentren für die Zielgruppe 80+ gewünscht und man führt aus, dass man einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung auf den Weg bringt. #soweitsogut
Dieser sicher gut gemeinte Vorstoß wird jetzt von einem anderen Ratsmitglied folgendermaßen kommentiert:
"?? da zeigt jemand gerade unserem Bürgermeister seine Defizite auf. Unabhängig davon, dass es eine Selbstverständlichkeit sein muss, dass die Stadt den kostenlosen Transport plant und sicherstellt, macht es aber deutlich, dass unser Bürgermeisters gerade seit Beginn von Corona das Thema stiefmütterlich
behandelt. Ich erinnere nur zu gerne an meinen Post zu Beginn von Corona wo ich Handeln vom Bürgermeister eingefordert habe. Was wurde ich dafür niedergemacht. Es bleibt festzuhalten: Seit Beginn von Corona hat sich nichts an dieser Situation verändert."
Ist das respektlos? Nun ja, ich habe schon deutlich Schlimmeres über mich gelesen. Und ja, wahrscheinlich gehört es inzwischen zum "guten politischen Ton" so (bewusst oder unbewusst falsch) über andere zu reden?
Aber ist das der Umgang, den man sich in einer politischen Debatte wünscht?
Ich habe Menschen, die so handeln schon mehrfach erklärt, dass sie auch immer Andere mit solchen Botschaften treffen; sie erzeugen entsprechende Herabwürdigung der Leistung auch bei denen, die sich operativ (gelinde gesagt) den Popo aufreißen, um die aktuellen Herausforderungen zu stemmen (so genannte Kollateralschäden).
"Das stimme gar nicht", ist dann die Erwiderung, "es geht ja ausschließlich um die Schlechtleistung des Bürgermeisters - das wäre doch klar" ...
Ist das wirklich so?
Zurück zum konkreten Fall:
Die Stadt Langenhagen berichtet regelmäßig und aktuell auf einer Sonderseite Corona über die aktuelle Entwicklung. Hier ist mit einem Eintrag vom 07.01.2021 alles (bisher bekannte!) zum Thema Impfen/Impfzentrum zu finden.
https://www.langenhagen.de/portal/meldungen/informationen-zum-gemeinsamen-impfzentrum-900000177-30890.html?rubrik=900000009
Auch in den Corona FAQs auf unserer Seite findet sich unter dem Stichwort "Impfen" ein entsprechender Eintrag, wo wir darauf hinweisen, dass wir selbstverständlich bei handfesten Informationen direkt informieren und im rechtlich zulässigen Rahmen unterstützen.
https://www.langenhagen.de/portal/seiten/Seite-900000361-30890.html
Seit Mitte letzter Woche arbeiten #Seniorenbüro und #Freiwilligenagentur an entsprechenden Szenarien.
Das DRK steht ebenso wie weitere Freiwillige aus der Initiative #einanderhelfen (die unsere Freiwilligenagentur auf meinen Wunsch hin auf den Weg gebracht hat) in den Startlöchern.
Ich habe bereits entschieden, dass wir Fahrzeuge für die Impffahrten zur Verfügung stellen würde, wenn keine andere Option zieht. Es wird also in jedem Fall eine kostenlose Transportmöglichkeit geben. #gehtwenn
Das Bürgertelefon der Stadt ist vorbereitet und wartet auf die Bekanntgabe der konkreten Umsetzung durch das Gesundheitsamt. Ein entsprechendes Anschreiben an die Zielgruppe ist (unabhängig von der Information durch das Land) geplant.
In anderen Bundesländern erfolgt der Transport über Kooperationen mit Taxi-Unternehmen und auch die Region Hannover erarbeitet gerade Lösungen, dennoch haben wir uns - für den Fall des Falles - gewappnet.
Tatsächlich arbeiten also schon viele Menschen im Hintergrund intensiv daran, dass alles Notwendige und einiges darüber hinaus getan wird. #Respekt
Andererseits informieren wir eben erst dann, wenn es belastbare Informationen gibt, mit denen die Angesprochenen auch etwas anfangen können.
Gibt es also einen #Kollateralschaden durch die eingangs zitierte Botschaft?
Selbstverständlich, denn auch wenn das Ziel der politischen Meinungsäußerung klar ist (man macht deutlich, dass der Bürgermeister nicht "performt" - gern auch mal mit dem Zusatz "mal wieder") fühlen sich diejenigen, die aktiv an der Umsetzung arbeiten, ebenfalls kritisiert. Das kann im schlechtesten Fall in dieser Aussage münden: "Ist doch egal, was wir machen, es gibt doch eh immer nur Kritik".
Sehe ich das zu eng? Ja, vielleicht, aber leider muss ich bei meinen Mitarbeitenden zunehmend gegen solche Aussagen ankämpfen.
In diesem Sinne wünsche ich mir mehr Beiträge #mitrespekt, denn wo gearbeitet wird werden Fehler gemacht und da wir viel arbeiten wird sich auch immer etwas finden, was nicht klappt. Dann freue ich mich auf sachliche und noch viel mehr auf konstruktive Kritik; denn nur so können wir wirklich etwas ändern #gehtwenngehtweiter Lesen auf Facebook ...